Laudatio von Otto Schröder zum 40jährigen Vereinsjubiläum


40 Jahre SuS Concordia Flaesheim 1969 e.V.


Der Verein feiert.
Er hat geladen, um mit Gästen aus Nah und Fern sein vierzigjähriges Bestehen zu feiern, kein silbernes oder goldenes Jubiläum, gewiss, aber eine Dekade, nach der man Bilanz ziehen kann und auch ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte erlaubt ist.
Der SuS Concordia Flaesheim stellt sich heute als ein Großverein mit fast tausend Mitgliedern in fünf finanziell eigenständige Abteilungen: Jugend, Breitensport, Fußball, Sportschützen und Tennis mit vielen Spaten der verschiedensten Sportmöglichkeiten in den einzelnen Abteilungen dar.
Er macht damit nicht nur der Flaesheimer Bevölkerung ein breit gefächertes sportliches Angebot. Ein Drittel der Einwohner Flaesheims gehören als aktive oder passive Mitglieder dem SuS Concordia Flaesheim an. Er ist - als Verein – die stärkste soziale Kraft im Ortsteil von Haltern am See.
Eine moderne Sportanlage mit Rasen- und Tennenplatz mit Flutlichtanlage, Clubheimen, Tennisplätzen, einer Turnhalle, Kneippanlage und eine Schießsportanlage runden das Sportangebot ab.

Zwei deutlich zeitliche Markierungen fallen auf: das Gründungsjahr 1969 und die Jahre 1973/1974, in denen der Verein sich mit einem neuen Vorstand durch die Gründung neuer Abteilungen mit einsatzfreudigen neuen Abteilungsvorständen zu einem modernen Großverein entwickelte.

Am 11. Juni 1969 begann die Vereinsgeschichte. Zwei Vorläufer hatte es gegeben als reine Fußball- / Leichtathletikvereine: der FC. Concordia Flaesheim ( 1924-1936) und die DJK Flaesheim,( von 1949 – 1955 ) mit dem Vorsitz Theo Deitermann. Unter Hans – Joachim Bresser als Trainer und Josef Wallkötter als Spielführer spielte man damals in der höchsten Gauklasse der DJK Vereine, namhafte DJK Gegner wie Schalke, Essen, Bochum und Dortmund waren auf der Flaesheim Sportanlage zu Gast..

Leider hielten sich die Vereine nur kurze Zeit, weil die finanziellen Mittel für die weiten Fahrten nicht aufgebracht werden konnte.
Bei der Gründungsversammlung des heutigen Spiel u. Sportvereins Concordia Flaesheim in der Gaststätte Tüshaus / Geiping wurde folgender Vorstand gewählt.

  • 1.Vorsitzender Bgm. Ludwig Deitermann ( sein Vertreter Willi Schulten)
  • 1.Geschäftsführer Otto Schröder ( sein Vertreter der Vereinswirt Werner Wirth)
  • 1.Kassierer Gerd Brockmann (sein Vertreter Hans-Joachim Bresser)
  • Jugendleiter Werner Niehues
  • Fußballobmann und späterer Trainer der Seniorenmannschaft Willi Reifenrath
  • Als Beisitzer fungierten Karl-Heinz Ebbinghaus, Hugo Deitermann u. Heinz Lütkebohmert

Im Laufe der vierzig Jahre hat sich die Zusammensetzung des Vorstandes verändert:

  • 1969 – 1973 Bgm. Ludwig Deitermann
  • 1973 - 1974 Bernhard Dietrich allen als Pater Gregor bekannt
  • 1974 – 1989 Horst Prox
  • 1989 – 1991 Eduard Krause
  • 1991 – 1997 Horst Prox
  • 1997 – 2001 Otto Schröder
  • 2001 – 2014 Horst Prox
  • 2014 Norbert Schulte-Althoff

Otto Schröder leitete die Geschäftsführung des Vereins über 30 Jahre von 1969 bis 2001, ihm folgte Norbert Schäfer, der bis zum heutigen Tag die Geschicke des Vereins lenkt.
Gerd Brockmann als 1. Kassenwart ist als „ Schatzmeister“ von 1969 seit der Gründung bis heute ein festes, nicht wegzudenkendes Mitglied der Geschäftsführung.
23 Mitglieder, von 57 Anwesenden so heißt es im Bericht über die Gründungsversammlung, erklärten sich am selben Abend noch spontan zum Eintritt in den Verein bereit.

Die Zahl der Mitglieder hat sich im Laufe der Jahre von Jahr zu Jahr erhöht.

Am 15. Juli 1969 einem Monat nach der Gründung des Vereins, wurde die Fußballabteilung ins Leben gerufen. Verein und Fußballabteilung waren – wie es der dörflichen Tradition entsprach – zunächst identisch. Mit zwei Mannschaften, einer Schüler- und einer Seniorenmannschaft nahm man unter Trainer Willi Reifenrath den aktiven Spielbetrieb auf. Als Vereinsfarbe wurde blau/weiß/rot festgelegt.
Am 20. September 1970 hatte Otto Schröder beim Kreisvorsitzenden Wilhelm Hegemann und Staffelleiter Albert Hess folgende Namen auf dem Spielbericht zum 1. Meisterschaftsspiel in der 3. Kreisklasse gemeldet:
Heinz Althoff, Werner Brinkert, Gisbert Heinrichs, Günter Moos, Rudi Hölscher, Werner Niehues, Willi Vortmann, Willi Breuer, Heinz Herbst, Winfried Herbst, Dieter Herbst, Wolfgang Kiski, Harald Kaldeweide, Bernd Hölscher.

Gespielt wurde in der 3. Kreisklasse, wie in den Mitgliederzahlen, so war auch in der Fußballabteilung eine stetige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen.

1973 erfolgte die erste Aufstiegsfeier in die 2. Kreisklasse unter Trainer Willi Reifenrath.
1977 ist der Mannschaft unter Trainer Wolfgang Rautenstrauch der Aufstieg in die 1. Kreisliga mit einem 100 Tore Sturm geglückt.

Unvergessen sind die internationalen Begegnungen unsere Fußballer und nicht nur was auf dem grünen Rasen geschah. Stellvertretend für die vielen Begegnungen sei nur das Turnier um den Mini – World – Cup, 1975 in Canterbury, England erinnert, in dem unsere Mannschaft unter 24 intern. Mannschaften den 3. Platz mit einer Bronzemedaille belegte.

Was aber wäre die erste Mannschaft ohne den Unterbau: Schüler- Jugend und 2. Mannschaft. Sie erst schaffen die Basis für erfolgreiche Fußballabteilungsarbeit an der Spitze.


Ohne den aufopferungsvollen Einsatz der Schüler- u. Jugendtrainer u. Betreuer, die damit auch einen erheblichen sozialen und erzieherischen Betrag leisteten und leisten, hätte die Fußballabteilung sich nicht entwickeln können. Stellvertretend für alle, die sich eingesetzt haben, seien hier Michael Rockhahr, Ludwig Deitermann, Hans Drewes, Franz Rüter, Heinz Seegers, Claus Hartwig, Wolfgang Rautenstrauch, Jobst Welter und Norbert Schulte – Althoff genannt.
Die Flaesheimer Jugendmannschaften belegten in den zurückliegenden Jahren oft gute Plätze oder errangen in ihrer Klasse die Meisterschaft. Leider konnten sie nie in einer höheren Klasse spielen, weil eben der Nachwuchs fehlte.

Nicht unerwähnt bleiben darf der sportliche und Vereinsfördernde Einsatz der Alten Herren: Unvergessen die Bereitschaft, sich für Sonderaufgaben im Verein einzusetzen. Was die Alten Herren und der Vorstand in den 40 Jahren seit Bestehen des Vereins alles geschaffen haben, lässt sich nicht übersehen: Tribünenbau, Vereinsjugendheim, Kneippanlage, die Außenanlagen und der wichtigste Beitrag: die Vorstands- und Jugendarbeit, in der sie als Trainer und Betreuer tätig sind.


Die zweitälteste Abteilung des Vereins ist die Gymnastikabteilung. Seit 1970 ist sie eine der aktivsten und mitgliedstärksten Sportgruppe auch, wenn das nach außen – sie betreibt keinen Wettkampfsport – nicht immer deutlich in Erscheinung tritt. In einer Jahreshauptversammlung rief die damalige Übungsleiterin Barbara Reifenrath die Männer auf, ihren Frauen 2 Stunden wöchentlich eine sportliche Betätigung zu gewähren, damit diese“ nicht nur schöner, sondern auch gesünder würden, und viele, viele kamen.

1989 wurde die Gymnastikabteilung unter der Leitung von Gertrud Geiping im Zuge der Satzungsänderung als selbständige Breitensportabteilung unter Vorsitz von Otto Rafalski umbenannt. Sie bietet mit ihrem abwechselungsreichen Sportangebot für jedes Mitglied heute die passende Sportart, wie z.B. Badminton, Volleyball, Modern - Dance, Mutter- u. Kindturnen auch für Kinder im Kindergartenalter, Wirbelsäulengymnastik sowie Rhönradturnen als Schnupperkursus und vieles mehr, unter Führung von Beate Schittek.

Wie schon am Anfang erwähnt, erfolgte mit der Gründung neuer Abteilungen seit 1973 die Entwicklung zum Großverein. So entstanden in zeitlicher Reihenfolge eine Tischtennisabteilung, eine Schachabteilung, eine erfolgreiche Leichtathletikabteilung unter Leitung der beiden Trainer Heribert Bücker und Dr. Friedel Thiemann, wurden so mancher Stadt- Kreis- und Westfalenmeistertitel errungen. Später schloss sich die Leichtathletikabteilung zu einer LG mit den Vereinen Tus Haltern, SV Lippramsdorf, ETuS Haltern zu einer Leichtathletikgemeinschaft Haltern am See unter dem Vorsitz von Dieter Schmitz zusammen.


In den Jahren 1974/75 fanden sich in Flaesheim einige Tennisbegeisterte, die auf dem privaten Gelände Krause in Eigenleistung einen Tennisplatz bauten. Den ersten Ballwechsel im August 1976 folgte die Aufnahme in den Westdeutschen Tennisverband zum 1.1.1977.
Mit der Eingliederung als Tennisabteilung in den SuS Concordia Flaesheim, die Klärung der Geländefrage und letztlich mit dem Bau von vier Tennisplätzen in der Haard – Kampfbahn
In den Jahren 1981/82 folgten weitere wichtige Entwicklungsschritte der Abteilung.

Neben den Fußballern haben besonders die Sportschützen das Auge und Ohr der Öffentlichkeit gefunden.
1973 wurde unter Federführung von Petzer Quilitz, Albert Schäfer und Otto Schröder die Schießsportabteilung am 17.1.1974 im Vereinslokal Tüshaus gegründet. Die alte Tüshaus Kegelbahn wurde in Eigenleistung zum Schießstand umgebaut.
Im Laufe des Jahres reifte der Plan zur Verwirklichung einer eigenen Schießsporthalle. Viel Einsatz – von der Opferbereitschaft ihrer Freizeit einzelner Mitglieder kann man nur mit Hochachtung sprechen – waren zu leisten, bis am 13. Dezember 1975 die Schießsporthalle im alten umgebauten Bauerhaus der Familie Krause – sportlich mit einem großen Pokalschießen verbunden – eingeweiht werden konnte. Die sportlichen Erfolge blieben seitdem nicht aus.

Im Herbst 1984 wurde mit dem Bau der Turnhalle auch eine Unterkellerung für die Sportschützen durch die Stadt Haltern ermöglicht. Der Innenausbau wurde in schon bewährter Art als Eigenleistung durchgeführt. Es wurde der modernste Schießstand im ganzen Bezirk Münster.


Dass man nur durch Vereinsübergreifende Leistungsarbeit zu höheren Zielen kommt, ist nicht ein Geheimnis der Schützen. Hauptsächlich unter Führung der Flaesheimer Sportschützen wurde der Dachverband „ Vereinigte Sportschützen Haltern“ gegründet. Sofort im ersten Jahr, 1993, war ein Platz unter den ersten fünf bei den Deutschen Meisterschaften im Jugendbereich der Erfolg.


Die größten Erfolge aber erreichten die Schützen mit dem Einstieg in die Bundesliga der Luftpistolenschützen im Jahre 1997. Es wurden immer Plätze unter den ersten Drei erreicht. 2002 und 2004 stellten diese Schützen sogar den Deutschen Mannschaftsmeister. Leider musste dieser Dachverband 2007 aus Mangel an Sponsoren dadurch fehlenden Finanzen aufgelöst werden.

Vergessen wollen wir nicht unsere Jugendabteilung.
- Unsere Jugend – unsere Zukunft! -
Die Jugendabteilung des SuS Concordia Flaesheim bildet lt. §16 der Vereinssatzung eine eigenständige Abteilung. Sie verwaltet sich selbständig. Mit zwei Vertretern ist sie im Gesamtvorstand vertreten und soll die Geschicke des Vereins mitbestimmen. Geleitet wird die Jugendabteilung seit vielen Jahren von Norbert Römer als Jugendausschussvorsitzenden.

Der Mädchen- und Frauenfußball.
Im Jahre 1993 wurde durch Otto Schröder die Idee geboren eine Mädchen bzw. Frauenfußballmannschaft zu gründen. Diese am Anfang belächelte Gründungsinitiative hat sich bis zum heutigen Tage als Selbstläufer erhalten. Mit der Fusion von Flaesheim / Hillen spiele man in der Bundesliga Fußball. Ja, sogar bis zum DFB Pokalendspiel in Berlin - FFC Frankfurt gegen Flaesheim / Hillen - hatte man es geschafft. Flaesheim, das kleine Lippedörfchen war auf einmal in aller Munde. Fernsehen und Presse überschlugen sich mit der Berichtserstattung.
Mit Heike Heimsoth als Jugendleiterin für den Mädchenfußball blieben die Erfolge nicht aus.
Man spielt in der höchsten Spielklasse des Mädchenfußballs, errang Dutzende von Meisterschaften und einige Goldmedaillen und Silbermedaillen bei den Ruhrolympiaden.
 
Die Ausrichtung Int. Volksläufe und Wandertage, wie z.B. der Flaesheimer Silvesterlaufs, der in diesem Jahr seine 35. Auflage erlebt, sowie weitere Großveranstaltungen, der Dragon - Cup unter Beteiligung namhaften Bundesligamannschaften mit ihren Nationalspielerinnen sind
Ecksteine in der Vereinsgeschichte, die schon mehrere tausend Besucher, Läufer und Wanderer nach Flaesheim gelockt haben und den SuS Concordia Flaesheim weit über Haltern bekannt gemacht hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die traditionellen Kinderkarnevalsumzüge unter der Leitung des Spielmannzug Flaesheim der Freiwilligen Feuerwehr Haltern am See. Die immer wieder begeisterte Mitstreiter und Karnevals-Jecken in ihren Bann ziehen.

Gute Vorstandsarbeit, Fähigkeit zur Zusammenarbeit, gutes Management und Einsatzbereitschaft haben unseren Verein wachsen lassen. Die Bilanz ist gezogen. Die Aufgaben der Zukunft müssen gemeinsam angepackt werden.

Treu unserem Wahlspruch:

„Concordia“ parvae crecunt, discordia maximae dilabuntur“
Durch Eintracht wächst das Kleinste, durch Zwietracht zerfällt das Größte.

Haltern am See 2009
Otto Schröder

 

 

 

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Turniere und Freundschaftsspiele

01.07.2017 - 10:00 Uhr
U11- 5. Adler Union Frintrop Maredo Cup 2017
02.07.2017 - 08:00 Uhr
U13 Turnier beim TuS Harpen
02.07.2017 - 14:30 Uhr
U17 1 Turnier in Bochum Harpen
07.07.2017 - 16:00 Uhr
U13 Turnier bei TSG Dülmen